# Ohne Startkapital

> Bootstrapping ohne Schönfärberei: Geschäftsmodelle mit geringem Kapitalbedarf, Kosten in den ersten zwölf Monaten, Förderprogramme, Equity-Deals und Nebenberuf.

- [Geschäftsideen ohne Startkapital: 14 Modelle mit Haken](https://ohne-startkapital.de/geschaeftsmodelle/geschaeftsideen-ohne-startkapital/): Geschäftsideen ohne Startkapital sind fast immer Dienstleistungen, für die du Werkzeug und Wissen schon hast: Texten, Webdesign, Nachhilfe, Reinigung, Montage, Fotografie oder Beratung. Entscheidend ist, dass der Kunde zahlt, bevor dir Kosten entstehen. Handel mit Lager und meisterpflichtige Handwerke scheiden ohne Geld oder Qualifikation praktisch aus.
- [Bootstrapping im Startup: Wachsen ohne Investoren](https://ohne-startkapital.de/geschaeftsmodelle/bootstrapping-startup/): Bootstrapping bedeutet, ein Startup ohne externes Beteiligungskapital aufzubauen: mit Ersparnissen, Nebeneinkommen und vor allem mit dem Umsatz der ersten Kunden. Du behältst alle Anteile und die Kontrolle, wächst aber meist langsamer. Es passt zu Dienstleistungen, Software mit zahlenden Nischenkunden und Vorkasse-Modellen, kaum zu kapitalintensiver Hardware.
- [Anzahlung verlangen: Was erlaubt ist und wie viel](https://ohne-startkapital.de/geschaeftsmodelle/anzahlung-verlangen/): Eine Anzahlung darfst du verlangen, wenn du sie vor Auftragsbeginn mit dem Kunden vereinbarst, am besten schriftlich im Angebot. Ohne Vereinbarung wird die Vergütung beim Werkvertrag erst mit der Abnahme fällig. Auf die Anzahlung stellst du eine Anzahlungsrechnung, die Umsatzsteuer entsteht mit dem Zahlungseingang, und die Schlussrechnung zieht den Betrag wieder ab.
- [Digitale Produkte verkaufen: Steuer, Recht, Plattform](https://ohne-startkapital.de/geschaeftsmodelle/digitale-produkte-verkaufen/): Digitale Produkte wie E-Books, Vorlagen, Kurse oder Software lassen sich mit sehr wenig Startkapital verkaufen, weil keine Ware eingekauft wird. Der Aufwand steckt in der Erstellung und in den Regeln: Bei Verkäufen an Privatkunden in anderen EU-Ländern gilt ab 10.000 Euro Jahresumsatz deren Umsatzsteuer, und das Widerrufsrecht erlischt nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Käufers.
- [Dropshipping Startkapital: Was du wirklich brauchst](https://ohne-startkapital.de/geschaeftsmodelle/dropshipping-startkapital/): Dropshipping braucht kein Geld für Lagerware, aber trotzdem Startkapital: für Shopsystem, Domain, Testbestellungen, Rechtstexte und vor allem für Werbung, ohne die ein neuer Shop kaum Besucher bekommt. Wer weniger als ein paar Hundert Euro Testbudget für Anzeigen hat, kann kaum herausfinden, ob ein Produkt profitabel läuft. Dazu kommen Pflichten wie Produktsicherheit und Verpackungsregister.
- [Gründungszuschuss 2026: Höhe, Antrag, Ablehnungsgründe](https://ohne-startkapital.de/finanzierung/gruendungszuschuss-hoehe-antrag/): Den Gründungszuschuss zahlt die Agentur für Arbeit an Arbeitslose, die sich hauptberuflich selbstständig machen und bei Gründung noch mindestens 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Sechs Monate gibt es das bisherige Arbeitslosengeld plus 300 Euro, danach auf Antrag bis zu neun Monate 300 Euro. Es ist eine Ermessensleistung, ein Rechtsanspruch besteht nicht.
- [KfW-Gründerkredit StartGeld: Bedingungen und Haken](https://ohne-startkapital.de/finanzierung/kfw-gruenderkredit-startgeld/): Der KfW-Gründerkredit heißt offiziell ERP-Gründerkredit StartGeld (Programm 067). Er finanziert Gründungen und junge Firmen unter fünf Jahren mit bis zu 200.000 Euro, davon bis zu 80.000 Euro für Betriebsmittel, auch im Nebenerwerb. Beantragt wird er über eine Bank vor Beginn des Vorhabens. Die KfW übernimmt 80 Prozent des Bankrisikos, du haftest voll.
- [Einstiegsgeld für Selbstständigkeit: Höhe und Antrag 2026](https://ohne-startkapital.de/finanzierung/einstiegsgeld-selbststaendigkeit/): Einstiegsgeld ist ein Zuschuss des Jobcenters für Menschen im Grundsicherungsgeld, die sich hauptberuflich mit mindestens 15 Wochenstunden selbstständig machen. Er wird bis zu 24 Monate gezahlt, zusätzlich zum Grundsicherungsgeld und ohne Anrechnung. Der Grundbetrag liegt bei höchstens 50 Prozent des Regelbedarfs, mit Zuschlägen bei maximal 100 Prozent. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht.
- [Sweat Equity: Anteile gegen Arbeit statt gegen Geld](https://ohne-startkapital.de/finanzierung/sweat-equity-anteile/): Sweat Equity bedeutet, dass jemand Anteile an einem Unternehmen für Arbeit statt für Geld erhält, typischerweise ein technischer Mitgründer oder ein Partner, der Entwicklung leistet. In einer GmbH oder UG funktioniert das am saubersten bei der Gründung zum Nennwert, kombiniert mit Vesting. Wer erst später einsteigt, riskiert, den Wert der Anteile als Einkommen versteuern zu müssen.
- [Nebenberuflich selbstständig machen: Regeln und Grenzen](https://ohne-startkapital.de/erste-schritte/nebenberuflich-selbststaendig/): Nebenberuflich selbstständig machen darfst du grundsätzlich, solange du deinem Arbeitgeber nicht Konkurrenz machst, deine Arbeitsleistung nicht leidet und der Arbeitsvertrag keine berechtigte Genehmigungspflicht vorsieht. Du meldest ein Gewerbe an oder als Freiberufler das Finanzamt, bleibst über den Job krankenversichert, solange die Selbstständigkeit klar Nebensache ist, und versteuerst den Gewinn zusammen mit dem Gehalt.
- [Gewerbe anmelden: Kosten, Ablauf und Folgekosten 2026](https://ohne-startkapital.de/erste-schritte/gewerbe-anmelden-kosten/): Ein Gewerbe anzumelden kostet je nach Gemeinde meist einen zweistelligen Betrag. In Berlin sind es 26 Euro vor Ort und 15 Euro online, für juristische Personen 31 Euro. Teurer werden mögliche Folgekosten: Erlaubnisse für bestimmte Gewerbe, IHK- oder Handwerkskammerbeiträge, Notar und Handelsregister bei einer UG oder GmbH. Für Kleingewerbe bleibt es oft bei der Gebühr.
- [Kosten der Selbstständigkeit im ersten Jahr: alle Posten](https://ohne-startkapital.de/erste-schritte/kosten-selbststaendigkeit-erstes-jahr/): Im ersten Jahr der Selbstständigkeit sind Kranken- und Pflegeversicherung der größte Fixposten: 2026 mindestens rund 278 bis 286 Euro im Monat für Kinderlose. Dazu kommen Versicherungen, Software, Konto und eventuell Steuerberatung. IHK und Gewerbesteuer fallen für kleine Gründer oft nicht an. Teuer wird meist das zweite Jahr, wenn Steuernachzahlung und Vorauszahlungen zusammenkommen.

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